11. Januar 2014

Was mich abnervt- Feedback erwünscht

Kolossia läuft nicht gut.
Dieser Roman ist mein Debüt, ich habe lange daran gearbeitet. Was war ich froh, als ich ihm in August 2013 endlich veröffentlicht hatte. Und die Ungeduld und die Freude manch eines geneigten Lesers wurde mir offen zugetragen. Tatsächlich haben auch einige meiner Facebook-"Fans" das Buch gekauft. Die Zahl ist überschaubar, aber es waren ein paar Dutzend, immerhin. Ich habe mehrmals betont, dass ich mit Kritik umgehen kann und für jede Rückmeldung dankbar bin. Denn nur durch konstruktive Kritik kann sich etwas bewegen.
Stattdessen höre ich so gut wie gar nichts. Manch einer, der auf meiner Facebook-Seite Worte geschwungen hat, scheint nun für immer verstummt zu sein.
Ist das Buch so schlecht, habe ich grobe Fehler gemacht, gibt es lächerliche Stellen, viele Tipp- oder Grammatikfehler? Habe ich die Erwartungen nicht erfüllt? Oder ist Kolossia einfach großartig?
Doch ich höre nichts. Nada. Niente. Die Stimmen bleiben stumm, bei Amazon gibt es nicht eine einzige Bewertung.
Und das finde ich ausgesprochen schade, nein, das ärgert mich richtig. Ich erwarte nicht, dass sich jeder zum Buch äußert, aber ein paar Meinungen wären schon ganz nett, damit ich weiß, woran ich noch arbeiten muss. Ansonsten muss ich ja davon ausgehen, dass alles richtig und perfekt ist.
Aber ist das schon alles?
Nein. Denn da gibt es noch einige Kurzgeschichten, die ich veröffentlicht habe. Auch dazu nicht eine Kritik.
Und das Let's Play Buch? Ich habe im Dezember 2013 eine Werbeaktion gemacht, bei der das Buch für drei Tage kostenlos bei Amazon runtergeladen werden konnte. Zuvor waren die Verkaufszahlen bei einem Preis von gerade mal 2,99 € monatlich nicht über fünf Stück.
Das Buch wurde 147 mal kostenlos runtergeladen. Yeah, da ist was für umsonst. Abgrasen und das war's. Nicht eine einzige Rezension, keine Besprechung, keine Verweise oder sonstige Erwähnungen an irgendeiner Stelle des Internets. Das Geschenk wird dankend angenommen, aber ein öffentliches Statement dazu, das mich vielleicht einen Makrometer weiterbringen könnte, bleibt aus.

Ich frage mich, warum das so ist. Ist es den Leuten zu anstrengend, zu mühsam, zu unbequem, ein paar Sätze darüber zu verlieren, was ich getan habe? Es geht mir nicht um Aufmerksamkeit, es geht darum, dass diese Bücher auch ein Publikum erreichen sollen. So etwas funktioniert über Mund-zu-Mund-Propaganda und über Rezensionen. Dafür schreibt man: damit es gelesen wird.
Ich glaube, dass in diesem Land die Wertschätzung für künstlerische Tätigkeiten ganz, ganz unten angesiedelt ist. Alles ist toll und so lustig und unterhaltsam. Aber mehr, als ein paar Floskeln rauszujaulen, kann fast niemand.

Für wen schreibe ich also? Für wen verrenke ich mich, für wen krieche ich Verlagen, Agenturen, Blogbetreibern und Literaturportalen in den Allerwertesten, damit man mein Geschriebenes sieht? Vielleicht sollte ich das als Narzissmus betreiben und nur für mich schreiben, meine Bücher selber produzieren und sie mir an die Wand hängen. Natürlich eine Wand, die nur ich sehen kann, in meinem Zimmer vielleicht, damit sich ja niemand genötigt fühlt, etwas dazu sagen zu müssen. Wie könnte ich bloß. Ich weiß ja, dass ihr alle keine Zeit habt, es gibt so unglaublich viel Wichtiges zu tun. Fake-Bilder müssen geteilt, Schwachsinns-Videos müssen vervielfältigt, pseudotiefgründige Sprüche müssen allen unter die Nase gerieben werden. Das ist es doch, was zählt, was uns aufhält.
Inzwischen habe ich Kolossia als Ebook zur Hand, kann es theoretisch jedem schicken, der etwas darüber schreiben will. Aber es will keiner haben. Niemand interessiert sich. Aber wehe, wehe du hast einen Namen. Dann rennen dir die Leute die Bude ein, schreiben dir völlig bescheuerte Mails, um ein bisschen von deinem Fame abzubekommen. Purer Egoismus. Das ist alles.
Ach, wie mich das alles ankotzt!
Trotzdem schreibe ich weiter, auch wenn es keinen interessiert.

Kommentare:

  1. Vielleicht kannst du einige Buchblogger fragen, ob sie das Buch rezensieren würden? Ich kenne einige gute :) und kann dir bei Bedarf ein paar Links schicken.
    Ich beziehe meine Rezensionen nur noch von Blogs, Amazon-Rezensionen lese ich schon gar nicht mehr.

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    1. Habe schon einige angeschrieben, aber es meldet sich kaum einer zurück. Wenn du also willige Leute kennst, dann nehme ich Vorschläge gerne an.
      Danke für deinen Kommentar :)

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  2. Eine Rezension ist im Fantasyguide online:
    http://www.fantasyguide.de/13501/

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