13. Juli 2014

Ruhe kehrt ein

Zur Zeit ist es um meine Schreiberei ruhiger geworden. Das neue Romanprojekt liegt in der Schublade und wird irgendwann wieder herausgeholt werden, wenn die Zeit reif dafür ist. Kurzgeschichten sind nett, aber langfristig bringen sie mich nicht weiter. Sicherlich könnte ich noch die ein oder anderen Geschichte in einer Anthologie veröffentlichen, wenn ich mich ein bisschen anstrenge, aber die Kosten-Nutzen-Rechnung ergibt im Großen und Ganzen ein eher negatives Bild.
Das Schreiben ist sehr zeitaufwändig, das Resultat ist in den meisten Fällen eher dürftig. Hin und wieder bekomme ich mal Rückmeldung zu meinem Geschreibe, aber ich muss ja schon fast darum betteln, das ist nicht Sinn der Sache. Natürlich schreibe ich grundsätzlich des Schreibens wegen, aber wenn ich niemanden mit dem, was ich tue, erreiche, dann ist das schade und demotivierend. Die gigantische Hürde einer regulären Verlagsveröffentlichung möchte ich zur Zeit nicht anstreben, weil ich finde, dass das ganze Verlags- und Veröffentlichungswesen auf einem derart hohen Ross sitzt, dass man immer wieder aufpassen muss, nicht einfach plattgetrampelt zu werden. Sei es durch Absagen, durch undurchdachte Kritik oder durch simples Ignorieren.
Außerdem hatte ich für Pferde noch nie viel übrig.

Viel mehr Zeit investiere ich daher in das let's playen. Zur Erinnerung: Ein Let's Play ist das kommentierete Live-Spielen eines Video- oder Computerspiels, das auf Video aufgezeichnet und z.B. auf YouTube veröffentlicht wird. Das macht sehr viel Spaß, der Zeitaufwand ist im Vergleich zum Schreiben lächerlich und ich habe bereits eine ansehnliche Community, mit der ich im regen Kontakt bin. Dieses Hobby hat das Schreiben vom ersten Platz verdrängt, weil es, das gebe ich gerne zu, auch lukrativer ist. Was ich mit Kolossia habe ist nicht mal eine Erwähnung wert. Was ich mit dem let's playen verdiene ist nicht viel, übertrifft den Verdienst mit dem Schreiben aber um das Hundertfache. Zeit ist Geld, so auch bei mir.
Doch das Schreiben ist nicht gestrichen, es ist nur, wie erwähnt, in der Prioritätenliste nach hinten gerückt. Ideen habe ich nach wie vor, und dann und wann juckt es mich in den Fingern, wieder etwas zu schreiben, was ich dann auch tue.
Aktuell sitze ich an meiner vorerst letzten Kurzgeschichte. Mittlerweile seit März diesen Jahres. Sie ist nicht etwa so lang, als dass diese Zeit nötig wäre, aber ich habe zu selten die Motivation, daran zu schreiben. Allerdings habe ich zugesagt, bei einem Anthologieprojekt mitzuarbeiten, darum bringe ich es zu Ende.

Bevor jetzt bei ein, zwei Personen Unmut aufkommt: Ich schreibe weiter regelmäßig.
Ich arbeite jetzt bei Gameplane.de als angehender Redakteur. Wöchentlich schreibe ich Kolumnen, hin und wieder eine Review oder eine Preview zu einem Spiel, sowie bei Gelegenheit News. Doch der Schwerpunkt liegt auf der Kolumne, womit ich bei meiner kreativen Schreiberei bleibe, was ich extrem begrüße.
Wer möchte, der kann sich gerne mal auf der oben verlinkten Seite umsehen. Unter folgendem Link sind alle Artikel aufgeführt, die meiner digitalen Feder entsprungen sind: www.gameplane.de/author/kaius/
Es geht also mit der Schreiberei weiter, nur auf einer anderen Ebene. Aber eines verspreche ich trotzdem: Es wird auch in Zukunft noch die ein oder andere tolle Geschichte von mir zu lesen geben. Das gebe ich hier dann natürlich bekannt, keine Sorge.

Dann gibt es da noch den Musikus. Der macht zur Zeit nicht viel. Letztens bin ich mit meinem Kumpel Manslayer im Elmores aufgetreten, einem alternativen Biergarten. Ein Kleinkunstabend war ausgerufen worden. War ganz nett, mehr aber auch nicht. Am 7. November 2014 werde ich mit Mansi wieder in Much auftreten - es wird wieder mal sehr lustig. Wer kommen möchte, der kann das gerne tun. Genaueres werde ich hier dann ebenfalls bekannt geben.
Ansonsten kommt musikalisch aber nichts Neues, weil die Zeit fehlt. Familie, viel Arbeit, viel Let's Play, und jetzt auch noch Gameplane.de. Es müssen Abstriche gemacht werden, was ich aber nicht schlimm finde.
Das Leben ist ein ständiger Wandel.

1 Kommentar:

  1. Hey,

    schön mal wieder von dir zu lesen. Herzlichen Glückwunsch erstmal zu deinem Job als angehender Redakteur.

    Auch wenns noch dauert, hoffe ich doch, dass sich irgendwann etwas Zeit für dein Romanprojekt finden lässt. Ich fand ja schon deinen ersten gut und würde mich freuen, mehr von dir zu lesen.

    Viel Spaß bei deinem Auftritt und beim let's playen!

    lg,
    Sabi

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