16. April 2018

Es bewegt sich wieder etwas im Schreiberleben

Ganz schön lange her ...


Wow! Mein letzter Beitrag liegt über zwei Jahre zurück.
Warum?
In der Zwischenzeit habe ich mich anderen Dingen gewidmet. Ich habe ein bisschen nebenher geschrieben, dies aber irgendwann gelassen. Ich hatte keine Lust mehr, denn es brachte mich nicht weiter. Das Schreiben eines Romans konnte ich mir nicht mehr vorstellen, die Kurzgeschichten waren nett, brachten aber ebenfalls nichts. Weder erlangte ich an Bekanntheit noch kam finanziell etwas dabei rum.
Ich ging einem Nebenjob nach, den ich von Sommer '17 bis April '18 durchführte. Als Krankenpfleger verdient man nicht unbedingt schlecht, da gibt es weitaus miserabler bezahlte Berufe, aber das Gelbe vom Ei ist es mit drei Kindern auch nicht.
Meine Idee war es immer, etwas von daheim aus dazuzuverdienen. Mein großer Traum: irgendwann weniger im Hauptjob arbeiten.
Aber mein Nebenjob erfüllte mich nicht, warf nur wenig Geld ab und raubte mir unglaublich viel Zeit. Eigentlich war das das genaue Gegenteil von dem, was ich wollte.
Also überlegte ich, wo eigentlich meine Stärken liegen.

Was kann ich denn nun richtig gut?


Smombie - Von Kai Seuthe
Ich kann YouTube Videos machen. Wer kann das nicht? Aus der Masse herauszuragen, ist unglaublich schwierig. Mit meinem Gaming-Content komme ich nicht weiter. Absolut nicht. Also habe ich dahingehend meine Produktionsrate an Videos drastisch reduziert und mich von dem Glauben verabschiedet, damit jemals etwas reißen zu können. Aber der Gedanke schmerzt nicht, ich habe mich schon lange damit abgefunden. Vielleicht kann ich es einfach nicht so gut.
Ich kann Musik machen. Ich spiele Gitarre, wie man hier auf der Seite ja auch sehen kann, und habe uns vor einiger Zeit ein E-Piano zugelegt, auf dem ich fleißig zugange bin. Aber ich bin kein außergewöhnlicher Musiker. Ich kann es, aber auch nicht so, dass ich daraus irgendeinen anderen Nutzen ziehen könnte, als mich selber damit zu unterhalten. Hin und wieder covere ich ein Lied, aber auch nur dann, wenn mir der Sinn danach steht.
Ich kann malen und zeichnen. Naja, ein bisschen. Mit etwas Übung könnte ich besser werden und irgendwann möchte ich diesem Hobby noch etwas intensiver nachgehen. Mehr aber auch nicht.
Ich kann dies und das und jenes, von allem ein bisschen. Kann ich aus irgendeinem meiner Hobbies vielleicht auch einen finanziellen Nutzen ziehen? Nein. Ohne intensive Konzentration auf ein Thema wird das nichts. Ich habe drei Kinder, da ist die Zeit, die man hat, verplant.

Süße Katze guckt über den Tisch - Von Kai Seuthe


Alle Wege führen zurück zum Schreiben


Aber ich kann schreiben. Das Kreative Schreiben ist seit meiner Grundschulzeit meine Leidenschaft. Es gab Phasen, da habe ich mich mal mehr, mal weniger damit beschäftigt. Aber das Thema an sich blieb ständig präsent. Warum nicht wieder dort anknüpfen?
Also griff ich meine alte Nebenbeschäftigung als Ghostwriter wieder auf. Diese hatte ich letztes Jahr aufgegeben, weil es mich einfach gelangweilt hatte. Ich schreibe als anonymer Autor Erotikgeschichten, obwohl ich selber noch nie eine gelesen habe. Aber zum Handwerk eines guten Autors gehört es auch, sich in bestimmte Thematiken hineinlesen und hineindenken zu können. Hätte ich das Angebot bekommen, X Kurzgeschichten pro Monat aus dem Bereich Horror, Fantasy, Science-Fiction oder Krimi zu schreiben, hätte ich das auch gerne getan. Aber es war nun mal Erotik, offenbar verkauft sich das gut. Nach anfänglichem Zögern habe ich mich in das Genre rasch eingefunden und schreibe nun regelmäßig bis zu sechs Kurzgeschichten pro Monat.
Und damit verdiene ich das erste Mal als Autor etwas nebenher. Sagen wir es mal so: Es ist deutlich mehr als bei meinem Roman Kolossia zuletzt abgefallen ist (Verdienst für das Jahr 2017: 0,18 €).
Zum Thema Kolossia schreibe ich noch etwas gesondert, denn auch dahingehend gibt es etwas Neues.

Ohne die strenge Routine geht es nicht


Alfred Hitchcock - Meister der Spannung
Summa summarum will ich sagen: Ich schreibe wieder. Um das Pensum von mindestens einer Kurzgeschichte pro Woche zu erreichen, die 3500 Wörter haben muss, schreibe ich täglich 500 Wörter, was man sich, egal was man auch arbeitet, irgendwie aus den Rippen leiern kann. Eine Viertelstunde Konzentration, das war es. Das bekomme ich sehr gut hin, meisten schaffe ich auch viel mehr.
Einen Nachteil hat das Schreiben dieser Erotik-Kurzgeschichten allerdings, was mich zuweilen wirklich stört. Dann bekomme ich das dringende Bedürfnis, eine ausführliche Kurzgeschichte zu schreiben, tue es aber nicht, weil ja ohnehin nichts dabei rum kommt. Die Erotikstorys sind zu kurz, als dass Charaktere entwickelt, Settings kreiert oder ein schöner Spannungsbogen erzeugt werden können. Das ist ein bisschen schade. Aus diesem und anderen Gründen hatte ich das Schreiben dieser Geschichten damals auch gelassen, weil ich wirklich genug davon hatte.
Das ist jetzt anders. Augen zu und durch lautet die Devise. Auch wenn es mich an manchen Tagen langweilt, ist die besagte Wortzahl, wie erwähnt, sehr schnell erreicht und man kann sich danach auf etwas anderes konzentrieren.
Ich finde das optimal! Das Pensum von 500 Wörtern eignet sich allerdings nicht für einen richtigen Roman, finde ich, denn kaum hat man angefangen zu schreiben, ist man schon wieder fertig. Sollte ich noch mal eine längere Geschichte schreiben wollen, nähme ich mir ein Zeitpensum vor, das ich zu erreichen hätte, eine halbe Stunde beispielsweise. Aber da  bin ich im Moment ja noch nicht.
Jedenfalls motiviert diese nun wieder regelmäßige Schreiberei, mich zu meinen kreativen Wurzeln zu besinnen. Darum auch endlich mal wieder ein Blogpost.

Das Kreative Schreiben auf YouTube?


Ein weiterer Plan von mir ist folgender: Ich habe auf YouTube einen neuen Kanal aufgemacht, wo es keine Let's Plays zu sehen gibt. Neben einigen eher lustigen oder völlig sinnfreien Dingen, um den Content ein bisschen aufzulockern, sollen dort aber vor allem gut gemachte, qualitativ hochwertigere Videos erscheinen. Das möchte ich mal mehr, mal weniger hinbekommen.
Der Plan ist, dort auch eine Serie über das Kreative Schreiben zu starten. Ich habe mich mit dem Thema dermaßen viel befasst, dass ich an einer Uni darüber ausschweifend dozieren könnte. Da mache ich doch lieber ein paar Videos dazu. Vielleicht heißt die Serie: Über das Schreiben, ganz nach dem Schreib-Guru Sol Stein. Wie und was ich dort mache, muss ich mir noch überlegen. Falls das hier jemand liest und eine Idee hat, bin ich offen für Vorschläge.

Hier geht es zum Kanal SEUTHE ---> SEUTHE >---

Das war es erst mal. Ich hoffe, man liest sich,
Kai

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